09. October 1992 - 08. November 1992

GERDA ROTERMUND

„... daß irgendeine geheimnisvolle Kraft mich immer wieder hochreißt …" 
 aus der Rede von Gisela Breitling

1902 wurde Gerda Rotermund in Berlin geboren, 1982 ist sie hier gestorben.

Sie hat ihr Leben in Berlin verbracht, ein Leben, das reich war an Freundschaften und Reisen nach Frankreich, Italien, England, Schweden, Jugoslawien, reich an künstlerischer Arbeit, an Experimenten und Reflexionen über die Umbrüche in den Künsten. Dieses Leben begann im Wilhelminischen Kaiserreich. Während des ersten Weltkriegs lebte sie in Hamburg und bei dessen Ende hat sie in Berlin ihre künstlerischen Ausbildung begonnen.

Die im Folgenden skizzierten Lebens- und Arbeitsstationen der Künstlerin entstammen dem Lebensbild, das Hilde Weström und Berend Wellmann mit Gabriele Saure zusammengetragen und im Werk-Katalog 1985 veröffentlicht haben: aus Selbstzeugnissen Gerda Rotermunds und aus Briefen, vor allem an die Bildhauerin Ellen Bernkopf, die während der NS-Zeit nach Israel emigrieren musste, und mit der Rotermund eine lebenslange intensive Freundschaft verband.

Ohne die Architektin und Kunstfreundin Hilde Weström und ihre beständigen Verweise auf Rotermunds Werk, ohne ihre sorgfältige Bewahrung der künstlerischen und schriftlichen Hinterlassenschaft  Gerda Rotermunds wüßten wir wahrscheinlich nichts mehr Gerda Rotermund beobachtete die Kunstentwicklung nach Ende des Kriegs sehr genau. Sie wußte, dass sich, nach der doktrinären Indienstnahme der Kunst  während der Nazidiktatur, nunmehr eine neue Kunstdoktrin etablierte, diesmal ohne staatlich bestellte Zensoren: " ... Eine drollige Demokratie, die eine unerhörte Kunstdiktatur ausübt"  so Rotermunds Kommentar (Brief an Ellen Bernkopf 31.3.1952). 

Es mag der Wiederentdeckung und Neubewertung des Werks von Gerda Rotermund nicht  gerade förderlich gewesen sein, daß sie eindeutig nicht zu den während der Nazizeit Diffamierten gehörte. Im Gegenteil:  Dürerpreis der Stadt Nürnberg, Villa Romana-Stipendium – ihre  Radierung "Arnobrücke  Florenz"  ist als Jahresgabe der Villa Romana ediert worden -, 1939 das Stipendium der Stadt Kassel und nicht zuletzt ihr Berliner Atelier. 

Alle als Zitate gekennzeichneten Passagen des folgenden Texts entstammen dem Lebensbericht und den Briefen von Gerda Rotermund: Ihr Elternhaus stand am Spittelmarkt. Die "frühen Eindrücke meiner Kindheit waren das kaiserliche Berlin. ... Das Schloss, die Schlossfreiheit mit ihren Paraden, die Wache am Brandenburger Tor, der Lustgarten, der Pergamon-Garten gehörten zu meinen ersten visuellen Eindrücken". 

Die große Familie mit den Eltern, "Großmutter, Tante, Halbbruder und meiner Schwester" lebte "in sehr guten Verhältnissen".  Dies änderte sich aber ab 1908, als die Familie zunächst nach Köln und kurz darauf nach Hamburg zog, in eine bescheidene Wohnung in Eilbek. 

Während der Schulzeit "glänzte ich mit den besten Aufsätzen und mein deklamatorisches Talent  machte geradezu Furore ... Zeichnerisch  fiel ich zuerst mit einer Illustration zu Fontanes Schloß Eger auf." Die enge Beziehung zur Literatur wurde vor allem durch den Vater vermittelt, der abends am Familientisch vorlas: "Dickens, Onkel Toms Hütte, Möricke, Hauffs Märchen" während Mutter und Schwester handarbeiteten und "ich zeichnete". Die lebendige und geschäftige Atmosphäre des Hamburger Hafens und die Lektüre von Zolas Arbeiterromanen „Germinal“ und „L' Assomoir“ inspirierten Gerda Rotermund zu weiteren Illustrationen. 

Im Jahr 1918 - der Erste Weltkrieg war noch nicht zuende - schloss sie mit sechzehn Jahren ihre Schulzeit ab und bemühte sich um eine Ausbildung an der Hamburger Kunstgewerbeschule am Lerchenfeld, ohne Erfolg. Ihre Illustrationen zu Bernhard Kellermanns Roman Der Tunnel und ihre Zola-Illustrationen wurden abgelehnt.
Die Familie kehrte 1918 nach Berlin zurück. Durch Vermittlung des Vaters übernahm Rudolf Ullstein die Finanzierung zunächst für ein Akt- und Porträt-Studium Gerda Rotermunds "bei Professor Meier in der Lützowstraße und dann für ein anschließendes Studium am Kunstgewerbemuseum in der Prinz-Albrecht Straße“ (dem jetzigen Martin Gropius Bau).

"Waren meine Zola-Illustrationen in Hamburg auf Ablehnung gestoßen, so ebneten sie mir hier den Weg. Ich wurde zu Käthe Kollwitz geschickt, deren Arbeiten ich jetzt erst kennen lernte. K. Kollwitz setzte sich für mich ein und wurde eine mütterliche, kollegiale Freundin".

Ersten Unterricht am Kunstgewerbemuseum erhielt Gerda Rotermund von Ludwig Bartning, der genaues Zeichnen lehrte, hauptsächlich architektonische Darstellungen. Die "damalige Tempelhofer Straße in Schöneberg, wo wir wohnten, lieferte mir die Objekte ... Der leidende Mensch - mein Urthema - verschwand hinter dunklen Brandmauern und nüchternen Fensterkreuzen". 

Anschliessend wurde Gerda Rotermund Schülerin von Emil Orlik und später dessen Meisterschülerin. Ihre Arbeit "blieb der Architektur verhaftet, schon weil der Meister es schätzte". Mit damals entstandenen Radierungen beteiligte sie sich ab 1922 an den Berliner Jahresausstellungen.

Leider gingen im Krieg alle Druckplatten verloren, doch konnten später sechs Handabzüge von den Berliner Blättern aufgefunden werden.  

1926 begannen "die Wanderjahre ... zunächst ein Jahr Paris, Zeit genug, es zu studieren, zu zeichnen und es lieben zu lernen." Die Reise wurde von der Freundin und Bildhauerstudentin Ellen Catzenstein (später Ellen Bernkopf) finanziert. Im darauf  folgenden Jahr 1928 ermöglichte die Freundin eine weitere Reise nach Paris, diesmal mit einer Dritten im Bunde, Mara Matthiessen, der Dichterin.

1932 beendete Rotermund ihr Studium. Einige ihrer Radierungen wurden vom Berliner Kupferstichkabinett (vormals Ostberlin) angekauft,  zwei weitere vom Provinzialmuseum Hannover (jetzt Landesmuseum Hannover). Für zehn handkolorierte Französische Bilder  trugen sich unter anderen Emil Orlik, Rudolf Ullstein, Franz. Matthiesen und auch Albert Einstein in die Subskriptionsliste ein.  

Gerda Rotermund ist 1933 auf Einladung der mit ihr befreundeten schwedischen Schriftstellerin Karin Boye nach Schweden gereist, wo sie auch einige kleinere Ausstellungen organisierte. Sie "verbrachte ein Jahr am Mälar-See, einen langen, melancholischen Winter, die hellen Nächte des Sommers ... "

Es folgte eine Italienreise nach Rom, Mailand, Florenz, Siena. Anschließend traf sie Ellen Catzenstein am Lago Maggiore, die in einem Brief über Rotermunds nach Italien geschickte Radierungen wie folgt urteilte: " ... Es ist ja fast Nacht auf den Blättern. Aber sie sind schön und sehr reich und malerisch. Es ist unglaublich, wieviel Nuancen Du der halben Skala – denn sie geht nur von Dunkelgrau bis Schwarz - abgewinnst."

Im Mai 1935 sind beide Künstlerinnen in einer Ausstellung in Rom vertreten; Rotermund zeigt Radierungen und Aquarelle: Stadtlandschaften: Paris, Berlin, Hamburg, sowie den Mälar-See und andere schwedische Landschafts-Darstellungen, außerdem mit Illustrationen zu Barbusse und Dostojewski.

1938 führte der Auftrag einer Bergbau AG Gerda Rotermund ins Braunkohlegebiet des Erzgebirges. Sie sollte darstellen, "wie ein Dorf durch Grubenbau verschwindet".  Die Industrielandschaft faszinierte die Künstlerin. Weitere Aufträge folgen: "historischen Gebäude auf einer Landkarte Berlins" zu zeichnen und in Nürnberg "Städtebilder zur Geschichte der Stadt zu malen".  

Der lang gehegte Traum von einem Atelier in Berlin, mit gutem Licht und in ausreichender Größe erfüllte sich für Gerda Rotermund 1940. Im gleichen Jahr erlitt sie dann auch einen einschneidenden Verlust, "meine liebste Mutter starb ... sie mochte und konnte nicht mehr ... mein Vater und ich sind verwaist". Zunächst musste sie ihren Vater versorgen, was später ein älteres Ehepaar gegen Wohnrecht übernahm. 1940 erhielt Gerda Rotermund das Albrecht-Dürer-Preis-Stipendium, außerdem gab es Ankäufe von Ministerien und gut bezahlte Aufträge.

Ab Frühjahr 1942 arbeitete Rotermund als Marmorspezialistin in der Berliner Gipsformerei. 1943 wurde ihr Atelier in der Güntzelstraße zerstört, außerdem die elterliche Wohnung in der Bruchsaler Straße und das Haus von Gertrud Diem, einer guten Freundin. Glücklicherweise konnte Rotermund "das meiste damals aus den Trümmern retten" und zog in das Ferienhaus von Gertrud Diem, nahe der Bahnstation Zäckerick bei Berlin. Beide arbeiteten für einen Verlag " ... wissenschaftliche Pflanzenzeichnungen, Topographien" (Brief G.R.) 

Am 31. Januar 1945 wurde die Oderbrücke gesprengt, Rotermund war zu der Zeit in Berlin und konnte nicht mehr zurück ins Ferienhaus. Nach Wochen gelang es ihr, "auf einem geborgten Rad" nach Havelberg zu Bekannten zu kommen, später dann zu einer Freundin, der Bildhauerin Ursula von der Schulenburg nach Schloss Bodendorf, wo viele Flüchtlinge untergekommen waren. Mit dem russischen Kommandanten konnte Rotermund sich auf Französisch verständigen, zeigte ihm eine Mappe mit Graphiken und wurde fortan mit Porträts beauftragt. Sie bekam Zeichenmaterial und ein Zimmer in Alvensleben. Auch "Väterchen Stalin mit allen seinen Orden" musste sie zeichnen.

Im September 1945 reiste sie nach Berlin zurück. Ihr Vater lebte nicht mehr, er war von einem Russen erschlagen worden. Das Haus mit dem zerstörten Atelier in der Güntzelstraße stand noch. Rotermund machte sich an Reparatur und Aufbau, Glas für die zerstörten Fenster wurde von einem kunstinteressierten Bezirksrat bewilligt.

1946 begann sie ihre Vortragsreihen über Kunst und Künstlerinnen, zu allererst über Käthe Kollwitz, ihr Dank an die Künstlerin, die 1945 in Moritzburg gestorben war, später über Modersohn-Becker, Van Gogh und über Zeichner als Chronisten ihrer Zeit.

In diesen Jahren entstanden die ersten Radierungen eines größeren Zyklus: "Dokumente des Krieges ... Illustrationen meiner eigenen Kriegserlebnisse ... Themen, gegen die Goya's, Desastres de la guerra' nichts sind.  Hätte ich nur seine Begabung. Einstweilen sind nur die Themen die Größeren - Szenen aus dem Zug von den Verschleppten, - ein gespenstischer Zug von Kindern, Greisen, Verkrüppelten, Wahnsinnigen. Da ist ein Blatt ,sterbendes Pferd', dem ein Panzer zwei Beine abgefahren hat, daneben sitzt ein singender Wahnsinniger; ein anderes, zwei Frauen entlausen sich in einem Massengrab', halb zugeschüttet ... Wer drinnen war, im Strom menschlichen Leidens, den lässt es nicht mehr los ... " (Brief G.R. 1947)

Rotermund wurde ab 1948 Dozentin an der Volkshochschule Wilmersdorf. Den Radier-Zyklus von den Schrecknissen des Krieges, dem sie den Titel "De Profundis" gegeben hat, beendete sie 1949, griff das Projekt aber 1956 wieder auf, dem Jahr des Aufstands in Ungarn und seiner gewaltsamen Niederschlagung, der Rotermunds schreckliche Erlebnisse der letzten Kriegsmonate wieder aufgewühlt hatte. 

In den späten 1940er Jahren durchwanderte Rotermund die Berliner Ruinenlandschaft, fasziniert von dieser "Mischung von Landschaft und architektonischen Strukturen". Viele Papierarbeiten in verschiedenen Techniken, auch Holz- und Linolschnitte entstanden in Zusammenhang mit dieser Thematik. Auch ihre Lehrtätigkeit intensivierte sie in dieser Zeit. In ihrem Atelier richtete sie eine Radierklasse ein und in der Volkshochschule Wilmersdorf hielt sie einen theoretischen Lehrgang über den kulturgeschichtlichen Ablauf der graphischen Techniken. 

Der Berliner Senat hatte im Rahmen der "Notstandshilfe für bildende Künstler" Aufträge zum Thema "Bauten und Wiederaufbau" ausgeschrieben, wodurch Künstlerinnen für eine befristete Zeit ein Monatsgehalt von DM 215.- erhalten konnten. Rotermund beteiligte sich und befasste sich mit den Themen "Trümmerberg Zoo", und "Aufschüttung vom Tegeler Weg", wobei sie Farb-Linolschnitte erarbeitete. Später entstand in diesem Zusammenhang ein weiteres Blatt, eine Farb-Monotypie auf Japan-Papier. 

Im Jahr 1952 wurde Gerda Rotermund der Kunstpreis der Stadt Berlin verliehen. Der Preis brachte neben Presse-Echo und Festakt auch einen Werkvertrag mit der Gipsformerei und eine Erhöhung ihres Dozentur-Honorars. Die Künstlerin verwendete das Preis-Geld für eine Parisreise. 
Sie beschäftigte sich kritisch "mit dem heutigen Zeitgeist", mit der "Bedeutung moderner Kunst", so das Thema einer Fortbildungsveranstaltung, zu der sie 1954  ins Leuschner-Haus in Berlin-Neukölln eingeladen war. Sie arbeitete an Holzschnitten. 

Im September 1955 traf sie Ellen Bernkopf  in Venedig, um sich mit ihr auszutauschen und dort zu zeichnen und zu malen. Die Stadt und die Freundin gaben neue Impulse, neuen Lebensmut: "Venedig war das größte Geschenk, von dem ich eifrig zehre", schrieb sie anschließend. Angeregt durch Mosaiken, die sie in Italien gesehen hatte, entwickelte sie in Berlin eine neue Technik mit Holzstempeln, die sie "in Ölfarbe drückte und dann Steinchen für Steinchen auf Papier" stempelte. (1956). Im Brief an Ellen Bernkopf berichtete sie von ihrer drucktechnischen Erfindung, die sie Hylaographie nannte und durch die sie die Monotypie so perfektionierte, dass sich statt nur einem oder zwei, jetzt bis zu sieben Abzüge herstellen ließen; und sie schreibt über ihrer beider Begegnung in Frankreich mit Gottfried Benn, der nun gestorben war:  "Weißt Du noch: Gottfried Benn kam, als Du die Rote Ruhr hattest (Frankreich 1928), ging an den Strand und, dichtete' und brachte uns Beide, obwohl ich gesund war, nach Montpellier ins Krankenhaus zu den kath. Schwestern". 

1960 unternahm die Künstlerin eine größere Reise, über Hamburg und Bremen nach England zu ihrer dort lebenden Schwester, dann nach "Pont du Raz, dem äußersten Küstenvorsprung der Bretagne ... " und anschließend nach Paris. In ihrem Berliner Atelier erarbeitete sie später die Reiseeindrücke, es entstanden großformatige Bilder, Küstenlandschaften, Strände, Bootshäfen, meist in Tempera mit Öllasuren. Eine weitere Reise unternahm Rotermund 1962. Sie fuhr über Hannover und Bremen nach Greetsiel, oberhalb von Emden und auf ihrer Rückreise besuchte sie Worpswede, "als Wallfahrt zur Modersohn". 

Es begann eine neue Phase des drucktechnischen Experimentierens, von der Künstlerin als "Kaleidostypien" bezeichnete Arbeiten, im Oktober 1965 wurden die Blätter im Kunstkabinett Berlin ausgestellt und die Kunsthistorikerin Lucie Schauer schreibt über diese "Landschaftlichen Impressionen": "Auf blassen, pastellfarbigen Gründen verzweigen sich feinste Verästellungen, Kapillargeflechten gleich überziehen sie das Papier, winzige Korallenbäume, zarte Wedel und Kiemenbüschel in einer ziehenden Strömung ... Es sind liebliche Impressionen auf der Grenze zwischen Raum und Fläche, unbestimmbar in der Ausdehnung, märchenhaft in der Haltung." 

Gerda Rotermund war eine figurativ-gegenständliche Künstlerin und viele ihrer Briefe ebenso wie ihre theoretischen Auseinandersetzungen mit der Kunstentwicklung ab Mitte des neunzehnten Jahrhunderts - Menzel, van Gogh,  Munch - bis zur für sie wichtigen zeitgenössischen Kunst, Kollwitz, Modersohn-Becker, dann ihr Vortrag "Zeichner als Chronisten ihrer Zeit (Callot, Goya, Daumier, Dore) und ihre Arbeit zur "Bedeutung moderner Kunst" zeigen den Konflikt auf, ja, den Rechtfertigungszwang, in den die mimetische Kunst in der Nachkriegszeit geraten war. Mit den Kaleidostypien fühlte Gerda Rotermund sich befreit "von dem direkten Vorbild", die drucktechnische Erfindung war der Weg, sich von der "Natur als Abbild" zu lösen. Damit schien sie angekommen und auch angenommen in einer Kunst-Gegenwart, die die sichtbare Welt als Gegenstand künstlerischer Reflexion für endgültig überholt erklärte und für Jahrzehnte rigoros aus dem Blickfeld entfernte. 

Dass die sichtbare Welt aber dennoch weiterhin Inspirationsquelle und Thema von Rotermunds Arbeit blieb, kommt nicht nur in den Schüben von Produktivität zum Ausdruck, womit sie ihre Reiseimpressionen zu Papier brachte, sondern auch in vielen Briefen, in denen sie die "Natur als Lehrmeisterin" geradezu beschwört.

Gegen Ende ihres Lebens klingt die Erkenntnis an, dass sich die neuen Wege der Kunst möglicherweise als Irrwege herausstellen könnten. Besonders bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist ihre Schilderung des Eindrucks, den die Neue Nationalgalerie an der Potsdamer Straße auf sie machte. Sie beschrieb " ... das Gefühl, dass sie (die Bilder) sich in der kalten, strengen Umgebung nicht voll entfalten können. Bilder sind keine Kellergewächse, ... und künstliches Licht bleibt geisterhaft - und je länger man in diesen unterirdischen Räumen wandelt, fühlt man sich als abgeschiedener Geist in einer fühllosen Unterwelt. Abstrusen, gewalttätigen – industriellen Erzeugnissen gleichenden Figurationen moderner,Bildwerke' wird dieser Raum gerecht, aber nicht der Kunst des 18. oder 19. Jahrhunderts ...“

 

Biografie   
Publikatione

Eröffnung  
Donnerstag | 08. Oktober 1992 | 19 Uhr

Es sprechen 
Gisela Breitling, DAS VERBORGENE MUSEUM
.. das irgendeine geheimnisvolle Kraft mich
immer wieder hochreiBt.« Gerda Rotermund

Cosima Bier, Bettina Wickihalder
Marlaena Kessick: Exotic Perfumes (1985) 
FlötenDuo nach Gedichten von Dorothee Noble 

VERANSTALTUNG
Donnerstag  22. Oktober 1992 | 19 Uhr 
Dr. Gabriele Saure
Leben und Werk der Malerin Gerda Rotermund (1902-1982)

Sonntag, 01. November 1992 | 11 bis 13 Uhr
geben wir mit der GEDOK-Berlin
einen Empfang zum 80. Geburtstag
der Architektin Dipl.Ing. Hilde Weström  
Domenica Reetz spielt auf der Harfe


Einladungskarte | zur Ausstellung



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